Birkensaft – Ein fast vergessenes Lebenselixier

Seit Jahrhunderten wird dem Saft der Birke eine heilende Wirkung nachgesagt. Schon die Wikinger sollen ihre Kraft aus ihm bezogen haben. Jetzt zu Frühlingsbeginn ist der ideale Zeitpunkt für die Ernte.

Den weißen Stamm der Birke kennt eigentlich schon jedes Kind. Doch das Wissen um die medizinische Wirkung des markanten Baums, sind in den letzten Jahren in Vergessenheit geraten. Und das obwohl der Saft der Birke besonders gesund und richtig zubereitet auch noch lecker ist.

Birkensaft – ein altes Heilmittel

Birkensaft oder auch Birkenwasser hat einen leicht süßlichen, aber nicht wirklich intensiven Geschmack. Er kann pur getrunken werden. Er sollte jedoch immer frisch getrunken werden, denn selbst im Kühlschrank hält er sich nur wenige Tage. Dem Birkensaft werden mehrere gute Eigenschaften nachgesagt: Er enthalte viel Vitamin C und Calcium, stärke das Immunsystem, unterstütze den Körper im Kampf gegen Entzündungen und spüle Giftstoffe aus dem Körper. Zudem könne man mit Birkensaft Leberkrankheiten, Grippe, Kopfschmerzen und Ekzeme verhindern. Sogar gegen Cellulite soll es helfen.

Erntezeit ist im Frühjahr

Jetzt zwischen März und April ist die beste Erntezeit, denn die Birke zieht jetzt viel Wasser aus dem Boden, um es nach oben in die Krone zu transportieren. Eigentlich ist dieses Wasser für die Knospen und Blüten gedacht aber der Baum verzeiht es durchaus, wenn wir ihm ein paar Liter entnehmen. 

So wird die Birke angezapft

Zeitpunkt: im Frühjahr kurz vor der Blüte
Ort: Bitte zapft nur eigene Birken an oder fragt die Grundstücksbesitzer. Die Birken sollten bestenfalls abseits von Straßen und Industriegebieten stehen.  

Menge: max. 5 Liter pro Baum
Werkzeug: Akkubohrer, Bohrer 5 mm, Schlauch oder Trinkstäbchen, Sammelgefäß, Flasche oder Kanister zum Abfüllen, Holzdübel zum Verschließen der Bohrung

Durchführung

  1. Suche eine Birke mit einem Durchmesse von min. 25cm
  2. Diese bohrst du mit einem Akkuschrauber (Bohrer 5 mm) leicht schräg nach oben ca. 70cm über dem Boden an.
  3. In die Bohrung steckst du einen Schlauch oder Strohhalm und leitest diesen in ein Sammelgefäß.
  4. Abfüllen und anschließend zügig verbrauchen.
  5. Nicht mehr als 5 Liter von einem Baum abzapfen, da dieser noch Kraft für die Bildung von Blüten und Blättern braucht.
  6. Austrittsöffnung wieder verschließen. Dazu in das Bohrloch einen Holzdübel einschlagen.

 


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