Frühlingsbeginn im Botanischen Garten Dresden

Am vergangenen Wochenende waren wir zu einem Kurzbesuch im Botanischen Garten der Technischen Universität Dresden und auch hier hält so langsam der Frühling Einzug. Da dieser Garten ein wirkliches Kleinod ist, wollen wir die Gelegenheit nutzen ihn euch in einem kleinen Porträt vorzustellen.

Geschichte des Botanischen Gartens

Die Geschichte des Botanischen Gartens ist ähnlich wechselvoll wie die Geschichte Dresdens selbst. Alles beginnt im Jahre 1815, als der damaligen Chirurgisch-Medizinischen Akademie ein Grundstück für die Schaffung eines Botanischen Gartens zugeteilt wurde. Dieses befand sich am östlichen Teil der Altstadt und nicht am heutigen Standort. 1820 wurde die Anlage unter dem Direktor Heinrich Gottlieb Ludwig Reichenbach fertiggestellt und erlangte schnell überregionale Bedeutung. 1879 übernahm Prof. Carl Oskar Drude die Leitung des Gartens, womit die Zusammenlegung des Botanischen Gartens und des Botanischen Instituts des damaligen Polytechnikums einherging. 1890 musste der Garten aus stadtplanerischen Gründen an den heutigen Standort verlegt werden. So entstand während der dreijährigen Bauzeit auch ein neues Gestaltungskonzept, welches sich bis in die heutige Zeit erhalten hat. Erstmals wurde die Bepflanzung hauptsächlich nach pflanzengeographischen Gesichtspunkten gestaltet und war damit Vorbild für viele weitere Pflanzensammlungen. Neben der botanischen Sammlung zählten auch die landwirtschaftlich-gärtnerische Versuchsstation und neun externe Akklimatisationsstationen zum Wirkungsbereich des Gartens.

Bei den Bombenangriffen auf Dresden wurde leider auch ein großer Teil des Botanischen Gartens zerstört. Doch bereits kurz nach Kriegsende begannen die Wiederaufbauarbeiten der wissenschaftlichen Pflanzensammlung. 1949 übernahm die Technische Hochschule (Vorgänger der heutigen Technischen Universität) die Trägerschaft des Botanischen Gartens in Dresden.

Am Rande des Großen Gartens

Seit 1893 befinden sich die 3,25 ha und ca. 10.000 Pflanzenarten des Botanischen Gartens im Nordwesten des Großen Gartens und zwar in unmittelbarer Nähe zur Gläsernen Manufaktur an der Stübelallee.

Das gibt es zu erleben

Die weiten Freilandbereiche sind wie schon erwähnt nach pflanzengeographischen Gesichtspunkten gegliedert. Vor dem Tropenhaus befinden sich u. a. lebende Fossilien und mächtige fossile Baumreste. Gerade in den Sommermonaten ist auch die beeindruckende Vielzahl von einjährigen Pflanzen zu bewundern. Zudem gibt es eine große Sammlung von Heil- und Gewürzpflanzen zu entdecken. Interessant für Kinder sind auch die auf dem Gelände verteilten Insektenhotels.

Diese Produkte kannst Du hier im heimgruen Marktplatz kaufen:

Neben den Außenanlagen stehen den Besuchern auch drei Schaugewächshäuser offen, welche einen breiten Einblick in die tropische und subtropische Flora geben. Wer sich beeilt, kann im Sukkulenten-Haus noch die Ausstellung von Christel Jacobi bewundern. Die Künstlerin fertigt aus Pflanzenresten herrliche fantasievolle Figuren, welche es zwischen den Pflanzen zu entdecken gibt.

Wir hoffen, wir haben euch auf den Geschmack gebracht, dem Botanischen Garten Dresden mal einen Besuch abzustatten.


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