Gartenkalender: Was ist im Mai zu tun?

Der Wonnemonat Mai lässt dem Hobbygärtner das Herz höher schlagen. Überall blüht es in einer schier unverschämten Farbenpracht und endlich beginnt die Freilandsaison.

Der Mai ist für den Hobby-Gärtner einer der wichtigsten Monate. Denn nach den Eisheiligen (15. Mai) sind keine Nachtfröste mehr zu erwarten. So beginnt nun endlich auch das Gartenjahr für frostempfindliche Kübelpflanzen, Sommerblumen und diverse Gemüsesorten.

Dein Ziergarten im Mai 

Unsere Ziergärten zeigen im Mai noch ihre Frühjahrspracht. Langsam beginnen jedoch Tulpen und Narzissen zu welken. Entferne jetzt die Blütenstiele mit den Samenkapseln, damit die Zwiebeln wieder Kraft tanken können. Zudem werden Blumenzwiebeln und Stauden jetzt gedüngt.

Das ist sonst noch im Ziergarten zu tun:

  • Pflanzen, welche in Töpfen angeboten werden, können jetzt ins Freie gepflanzt werden. Bevor du sie auspflanzt, solltest du die Töpfe gut wässern. Hierzu stellst du die Pflanzen am besten in einen Eimer mit Wasser und wartest bis keine Luftbläschen mehr aufsteigen. Auch die Pflanzstellen solltest du ordentlich gießen.

  • Spätestens nach den Eisheiligen können Blumensamen gesät bzw. alle sommerblühenden Zwiebelblumen wie Gladiolen, Montbretien, Holländische Iris, Sommerhyazinthen und Pfauenlilien gesteckt werden.
  • Auch Dahlien, Löwenmäulchen, Astern, Zinnien und Levkojen können jetzt ins Freie.
  • Du brauchst einen neuen Rasen? Dann ist der Mai der richtige Zeitpunkt, diesen anzulegen.
  • Zu dicht stehende Freilandaussaaten werden jetzt pikiert.
  • Zudem ist jetzt Pflanzzeit für Rhododendren und Azaleen. Diese werden fast immer in Containern verkauft und können jetzt zur Blütezeit gut nach Farben sortiert im Garten angeordnet werden. Beachte: Rhododendren und Azaleen bevorzugen saure Böden, fülle das Pflanzloch daher mit Rindenmulch oder spezieller Rhododendronerde.
  • Im Mai ist die beste Pflanzzeit für immergrüne Nadelgehölze.

Bringe Balkon und Terrasse jetzt auf Vordermann 

Fals noch nicht geschehen, ist es jetzt auch an der Zeit, Balkon und Terrasse sommerfertig zu machen. Schließlich wollen wir es uns bald in unseren gruenen Oasen gemütlich machen. Nach dem 15. Mai kannst du endlich deine Balkonkästen bepflanzen: Ob Geranien, Fuchsien, Begonien, Duftperlargonien, Strauchmargeriten, Verbenen, Heliotrop, Petunien oder Pantoffelblumen - alle Blumen ersehnen jetzt den Sommer auf dem Balkon.

Dein Balkon liegt im Schatten? Kein Problem, es gibt eine große Auswahl von Pflanzen, welche mit schattigen Lagen hervorragend zurecht kommen. So fühlen sich zu Beispiel Fuchsien und Begonien im Halbschatten viel wohler als in der prallen Sonne. 

Das ist sonst noch auf dem Balkon zu tun:

  • Auch deine “Kellerkinder” können jetzt die Sonne genießen: Rosmarin, Hochstämmchen von Lantanen, Strauchmargeriten, Bleiwurz, Engelstrompeten, Agaven und alle anderen Südländer wollen wieder ihren Platz auf Balkon und Terrasse einnehmen.
  • Ab der letzten Maiwoche können auch deine Zimmerpflanzen wie Blattkakteen, Azaleen, Kamelien, Myrten, Duftblattgernaien, Alpenveilchen und Orangenbäumchen zur Sommerfrische an die frische Luft.
  • Wind- und Wetterschutz: Bereite jetzt deine Balkon- oder Terrassenmöbel auf die Gartensaison vor, d. h. Ölen was das Zeug hält. So hast du noch lange Jahre Freude an deinen Möbeln.
  • Stürmische Zeiten: Bitte achte darauf, dass alle deine Töpfe, Balkonkästen, Blumenkisten und Möbel gut gesichert sind. Damit sie auch bei einem Unwetter an ihrer angestammten Stelle verbleiben!  

Jetzt an den Pflanzenschutz denken

Natürlich müssen wir uns auch jetzt schon mit Krankheiten und Schadinsekten auseinander setzen. Das beste Mittel dagegen ist selbstverständlich Nützliche zu fördern. Wie schon im Aprilbeitrag beschrieben, gibt es eine ganze Menge Hilfestellungen, welche Nützlingen das Leben im Garten erleichtern.

Weitere Pflanzenschutzmaßnahmen:

  • Läuse können mit Wasser abgespritzt oder bei stärkerem Befall mit Rainfarn- oder Wermut-Tee besprüht werden.
  • Der beste Schutz gegen gefräßige Schnecken ist das regelmäßiges Aufsammeln der Tiere. Zudem kann das Beet mit einem Schneckenzaun geschützt werden. Auch gibt es mittlerweile mit Schnexagon einen neuen Anstrich für Pflanzgefäße, der es Schnecken unmöglich macht, die Wände zu erklimmen.
  • Blattlausbefall kann mit Brennessel-Sud oder Wurmfarn-Brühe behandelt werden. Außerdem wirkt Bienenweiden-Stauden-Beete vorbeugend, da diese Nützlinge anlocken.
  • Zwiebel-, Möhren-, Lauch- und Kohlbeete mit Gemüsefliegennetzen schützen.
  • Gegen Mehltau, Grauschimmel und Rost vorbeugend mit Schachtelhalm-Brühe spritzen. Schon erkrankte Pflanzenteile werden abschnitten und entsorgt.
  • Ab Anfang Mai werden Kirschen mit Gelbtafeln gegen die Kirschfruchtfliege geschützt.

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