Kurkuma selber pflanzen - Wundermittel für Garten, Balkon und Terrasse

Die Kurkuma, Kurkume, Gelber Ingwer, Safranwurz oder Gelbwurz ist nicht nur gesund, sondern auch wunderschön. Also warum sollten wir ihn nicht einfach im eigenen Garten oder auf dem Balkon anpflanzen?

Wie Kurkuma nach Europa kam

Da Kurkuma bereits seit dem Altertum angebaut wird, ist das ursprüngliche Herkunftsland nicht mehr genau auszumachen. Erste Berichte über die exzellente Heilwirkung der Pflanze stammen aus dem China des 7. Jahrhundert. Aber auch in Indien blickt der Kurkumaanbau auf eine lange Tradition zurück. Obwohl Kurkuma schon so lange kultiviert wird, kam sie jedoch erst relativ spät nach Europa. Vermutlich hat sie der venezianische Seefahrer und Entdecker Marco Polo im 14. Jahrhundert in Europa eingeführt. Das legt zumindest ein Report nahe, in dem er über eine safranähnliche Frucht berichtet. 

Von Kurkuma und Ingwer 

Kurkuma (Curcuma longa) gehört zur Familie der Ingwergewächse und stammt aus den tropischen Gebieten Südasiens. Dort wird die Pflanze schon seit Jahrhunderten kultiviert und es existieren heute fast 80 verschiedene Arten. Unter der Erde bildet sie stark verzweigte, gelbe bis orangene und sehr aromatische Rhizome als Überdauerungsorgane. Dieses sind im botanischen Sinne Triebe, welche unter der Erde wachsen. Daher kann man aus ihnen auch neue Pflanzen ziehen. Das Kurkumarhizom erinnert äußerlich sehr an Ingwer, ist im Gegensatz zu diesem aber zylindrisch und von intensiv gelber Färbung. Diese Färbung verdankt das Rhizom einem Farbstoff Namens Curcumin, welcher bis zu drei Prozent des Massevolumens ausmacht. Daneben enthält die Knolle auch viele wertvolle ätherische Öle, weshalb sie frisch oder getrocknet in vielen Küchen Verwendung findet.

Kurkuma selber anbauen

Grundsätzlich kann man Kurkuma als Pflanze kaufen oder aus frischen Rhizomen selber ziehen. Zudem kann man die Pflanze auch aus Samen ziehen, jedoch ist entsprechendes Saatgut in Deutschland schwer zu bekommen. Kurkuma bevorzugt Temperaturen zwischen 18 und 22 Grad und eine Luftfeuchtigkeit von 80%. Das Pflanzsubstrat besteht im Idealfall aus einfacher Blumenerde, welcher ca. 30 Prozent Kies beigemischt ist. Du solltest sicherstellen, dass die Pflanze genügend Platz hat. Deshalb solltest du ein Pflanzgefäß mit einem Fassungsvolumen von mindestens 15l wählen.

Kurkuma richtig Gießen und Düngen

Bei der Pflege von Kurkuma während der Frühjahrs- und Sommermonate solltest du das Pflanzsubstrat feucht - aber nicht nass - halten. Lass die Erde zwischendurch ausreichend abtrocknen, so gewährleistest du die Sauerstoffversorgung der Wurzeln. Mit dem Düngen kannst du beginnen, sobald die ersten Blätter sprießen. Je nach Wuchs und Größe der Pflanze solltest du alle 2 bis 4 Monate mit Flüssigdünger nachdüngen. Ab September solltest du dann das Düngen einstellen.

Kurkuma Ernte und Überwinterung 

Nach Anbau und Pflege steht die Kurkuma-Pflanze in voller Pracht. Die Setzlinge sind jetzt nach ca. neun bis zehn Monaten erntereif. Zur Ernte wird der Wurzelstock vorsichtig ausgraben. Dieser wiegt direkt nach der Ernte ungefähr anderthalb bis drei Kilogramm und wird sorgfältig vom Erdreich befreit. Anschließend wird das grobe, äußere Gewebe wird entfernt. Jetzt kannst du dein Kurkumaknollen entweder frisch verwenden oder du trocknest sie im Ofen ca. 10 min bei 180°C.

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Möchtest du deine Kurkuma-Pflanze überwintern? Das ist kein Problem. Zu beachten ist lediglich, dass nur die Wurzeln der Pflanze überwintern, während das Blätter vollständig verwelken. Alledings sollten du auch hier konstante Umgebungstemperatur von ca. 18 °C gewährleisten. Die Lagerung über den Winter erfolgt in trockenem Sand oder Erde. 

Verwendung, Inhaltstoffe und Wirkung von Kurkuma

Kurkuma ist in vielen Currymischungen enthalten. Auf der ganzen Welt wird es zum Färben von Reis, Couscous, Paella, Dressings, Soßen und Puddings verwendet. Anders als Safran, welcher sich in arabischer Sprache mit ihm den Namen "kurkum" teilt, hat der Gelbwurz eher einen erdigen bis leicht bitteren Geschmack. Kurkuma passt sehr gut zu Rindfleisch oder Huhn und verfeinert in kleineren Mengen auch Süßspeisen. Zudem ist es eher ein preisgünstiges Gewürz und wird daher als Lebensmittelfarbstoff E100 zum Färben von Käse, Butter, Margarine, Gebäcken und Likör eingesetzt. 

Die gesundheitsfördernden Inhaltsstoffe von Kurkuma sind im Wesentlichen die atherische Öle (insbesondere Turmeron und Zingiberen) und der den Geschmack bestimmende Farbstoff Curcumin. Des Weiteren enthält das Rhizom ca. 30 bis 40% Stärke. Es findet Verwendung bei Erkrankungen von Galle und Leber und zur Stimulation der Magensäfte. Zudem weist es eine starke antioxidative Wirkung auf und kann so degenerativen Erkrankungen und Entzündungen schützen. In den letzten Jahren konnte zudem krebshemmende Wirkung belegt werden. Im Speziellen hemmt es die Bildung von Darmpolypen sowie die Bildung und Ausbreitung von Metastasen bei Brustkrebs.


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