Micaella Pedros lässt aus alten Plastik-Flaschen Möbel entstehen

Das wir keine Freunde von unnütz eingesetzten Kunststoffen sind, müssen wir wahrscheinlich nicht betonen. Micaella Pedros zeigt jedoch das selbst aus den größten Plastiksünden noch etwas schönes entstehen kann.

Die junge Londoner Designerin beschäftigt sich in ihrem Projekt "Joining Bottles" mit dem wahrscheinlich zweitdümmsten Konsumgut (ersteres wäre die Plastiktüte) unserer Wohlstandsgesellschaft - der Einweg Kunststoffflasche und im vereinigten Königreich ist der Rohstoff reichlich zu finden, in jeder Ecke liegen die lehren Flaschen herrum. Bei uns müsste man ggf. auf sein Flaschenpfand verzichten.

Pedros wollte in ersten Linie Möbel aus Reststoffen entwerfen, deren Ausgangsprodukte leicht verfügbar und gutverarbeitbar waren. Nach einigen versuchen endstand die Idee lehre Kunststoffflaschen als verbindungselemente zu verwenden. Hierfür nutzt sie die Wärmeschrumpfungsprozess von PET. Um die Flaschen zu nutzen, braucht man sie lediglich in Ringe zu schneiden, über die zu fügenden Teile zu stülpen und anschließend mit einer Heizpistole zu beblasen. Bei Temperaturen von 300° C rücken die Moleküle im Kunststoff näher zusammen und der Kunststoffring beginnt zu schrumpfen. Die Festigkeit der so entstehenden Verbindung hängt dabei im Besonderen von der der zu verbindenen Teile ab. So kann sich der Kunststoff in tiefe Rippen und Furchen besser einlegen und die Verbindung wird stabiler.

Die Designerin beschreibt den Gestaltungsprozess der nachhaltige Möbel, als befriedigend und besonders. „Jeder begegnet überall Plastikflaschen, und wir sollten lernen uns über eine neue Art und Weise über deren Gebrauch Gedanken zu machen und wir wollen dazu auch andere Menschen inspirieren.„ Sie will durch ihre Arbeit Sensibilisieren, Aufrüttel, Perspektiven verschieben und die Menschen zum Selbermachen anregen. Damit leistet sie in diesem Fall einen besonders schönen Beitrag zur wachsenden Do-it-yourself-Kultur. 


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