Wasabi selber Pflanzen, Vermehren, Ernten und Probieren

Wasabi ist schwierig aber der Aufwand lohnt. Belohnt wird man durch den unverwechselbaren frischen, scharf-süßen Geschmack und die vielfältigen gesundheitsfördernden Inhaltsstoffe.

Wasabi wird auch Japanischer Meerrettich oder Wassermeerrettich genannt und ist eine Pflanzenart aus der Familie der Kreuzblütengewächse. Der Stamm und Rhizome, sind ein wichtiges Gewürz in der japanischen Küche und wird auch hierzulande immer beliebter. Die Urform stammt aus den sumpfigen Geländen am Rande der Fließgewässern Japans und der Insel Sachalin. Als Kulturpflanze wird Wasabi heute aber auch vielen anderen Ländern der Welt angebaut. Dabei gilt der Wasabianbau im Allgemeinen als ziemlich schwierig. Doch wir zeigen euch wie es trotzdem funktioniert. 

Die richtigen Voraussetzungen für Wasabianbau

Zunächst muss man die richtige Umgebung finden am besten mit feucht-warmen, gemäßigtem Klima finden. Wasabi kommt ja  aus Japan, und gedeiht am besten bei Temperaturen zwischen 7 und 21 °C. Wasabi ist sehr temperaturanfällig und verträgt daher keine großen Temperaturschwankungen. Wasabi in den natürlichen Verbreitungsgebieten herrscht zudem eine hohe Luftfeuchtigkeit und es gibt viel Wasser, welches gut aus der Erde abfließt. Da wir nunmal in einer Region leben, wo diese Bedingungen nicht immer natürlich vorkommen, müssen wir manchmal nachhelfen und die richtigen Voraussetzungen selber schaffen. Am besten verwendet man hiefür ein Gewächshaus, welches Hitze und Feuchtigkeit festhält und dir ermöglicht, die Temperatur zu steuern. 

Wasabi mag kein direktes Sonnenlicht; es braucht einen sehr schattiges Plätzchen. In der Wildnis wächst Wasabi unter dem Blätterdach des Waldes und erhält daher gerade genauso viel Licht wie er zum Wachsen benötigt. Dem Hobbygärtner stehen hierfür zwei Möglichkeiten zur Verfügung. Entweder man pflanzt es ebenfalls unter Bäumen anpflanzen oder man beschattet die Pflanzen zusätzlich.

Um den Boden vorzubereiten, solltest du sie zunächst Vordüngen. Verwende hierfür eine Mischung aus organischem und schwefelhaltigem Dünger. Ackere die Erde ca. 30 cm tief um und arbeite den Dünger ein. Daneben solltest du den pH-Wert des Bodens beachten Dieser sollte zwischen 6 bis 7 liegen. Zudem solltest du sicherstellen, dass Wasser gut abfließen kann. Wasabi hat es zwar gern feucht mag aber keine Staunässe. Um die Durchlässigkeit zu überprüfen, kannst du den Boden einfach gießen und beobachten, wie das Wasser aufgesaugt wird. Wird es zu langsam aufgesaugt, solltest du Kompost einarbeiten.

Wasabi säen, pflanzen und pflegen

Wenn du Wasabi aus Samen ziehen willst, bestellt du die Samen am besten im Spätherbst. Denn Wasabi braucht den Winter, um starke Wurzeln entwickeln zu können. In Gärtnereien sind diese nur selten zu bekomme, daher bestellt du sie am besten Internet. Wenn die Samen ankommen, hältst du sie feucht, und verpflanzt sie binnen 48 Stunden nach ihrer Ankunft. In der Nacht, bevor du sie anpflanzt, solltest du diese über Nacht in eine kleine Schüssel geben und mit Wasser bedecken. Das erleichtert das auskeimen. Anschließend werden die Samen mit einem Abstand von 3 bis 7 cm eingesät und leicht angedrückt. Da Wasabis eine semiaquatische Pflanze ist, muss sie immer nass gehalten werden. Besprühe die Erde und die auskeimenden Pflänzchen daher täglich mit frischem, kühlem Wasser. Die jungen Pflanzen werden anschließend vereinzelt. Am besten im Abstand von ca. 30 cm, sodass sie Platz haben. Wenn man sich die aufwendige Prozedur des selber Ziehens sparen möchten, kann man heute auch fertige Pflänzchen im Handel erwerben.

Neben dem täglichen Giesen, solltest du auch Unkräuter im Blick haben. Da die Erde täglich feucht gehalten wird, treibt Unkraut tendenziell sehr schnell aus. Reiße konkurrierende Pflanzen aus, sodass die Wasabiwurzeln genug Platz zum Wachsen haben. Hierbei solltet man aber behutsam vorgehen, da die Blätter leicht abknicken. Auch vor Schädlingen und Krankheiten sollten wir uns in Acht nehmen. So lieben  Blattläuse, Schnecken und Katzen Wasabi. Zudem ist es anfällig für Schwarzfäule.

Wasabi ernten und nutzen

Bevor du ernten kannst, musst du die ein wenig gedulden. Denn Wasabi entwickelt seinen besonderen Geschmack erst, wenn es ca. 24 Monaten alt ist. Bis dahin wird die Pflanze ca. 70 cm hoch und 70 cm breit sein und nicht weiter wachsen. Jetzt verwendet es seine Energie für die Bildung von langen, karottenähnlichen Rhizomen unter der Erde. Reif zur ernte ist Wasabi, wenn die Rhizome ca. 18 bis 21 cm lang sind. Anschließend kann Wasabi ähnlich wie Meerrettich,also gerieben, verwendet werden

Lass aber am besten einige Pflanzen im Boden, damit sie Samen bilden können und sich vermehren.

(Abbildung: CC BY-SA 3.0 Qwert1234)


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